Margit Grub CDU - Gemeinsam für Nackenheim
Margit Grub CDU - Gemeinsam für Nackenheim
 

Informationen rund um die Nackenheimer Kerb

In diesem Jahr wird der Nackenheimer Kerbeverein 30 Jahre. 

Zum 25 jährigen Bestehen des Kerbevereins wurde eine Präsentation erstellt die, soweit vorhanden, die Geschichte des Vereines aufzeigt.

Ich hoffe dass es uns auch in diesem Jahr gelingt ein tolles Programm auf die Beine zu stellen. Wer mitmachen will kann sich gerne bei mir melden. 

Die Präsentation kann man hier herunterladen.

Präsentation zum 25 jährigen Bestehen des Nackenheimer Kerbevereines
25 Jahre Kerbeverein 03.pdf
PDF-Dokument [57.1 MB]

25 Jahre Kerbeverein Nackenheim - Bittet um Mithilfe

 

Aus Anlass seines 25. Jubiläums gibt der Kerbeverein Nackenheim zur Kerb 2014 eine Festschrift heraus, die die ersten 25 Jahre des Vereins, aber auch seine Vorgeschichte und die Historie der Kerb möglichst umfassend dokumentieren soll.

 

Die Redaktion bittet auf diesem Wege alle Nackenheimerinnen und Nackenheimer, insbesondere die Angehörigen vergangener Kerbejahrgänge sowie ehemalige Kerbemütter und Kerbeväter um Unterstützung.

 

Falls Sie noch Fotografien vergangener Kerbefeste, Dokumente, frühere Kerbezeitungen, Zeitungsausschnitte usw. besitzen, bitten wir Sie, diese der Redaktion leihweise zur Verfügung zu stellen. Insbesondre suchen wir noch Unterlagen aus den Jahren 1990 und 1991. Dazu gehören vor allem auch Informationen von den Mitgliedern der damaligen Kerbejahrgänge sowie den Kerbemüttern und Kerbevätern.

 

Bitte wenden sie sich an:

Günter Ollig (Tel.: 1392, g.ollig@t-online.de),

Bardo Kraus (Tel.: 5369, kraus-nackenheim@t-online.de)

oder Andreas Schauer (Tel.: 5381, andreas_schauer@hotmail.de).

 

Vielen Dank vorab für Ihre Hilfe.

Der Kerbejahrgang heute auf dem Nackenheimer Umzug. Wie es sich gehört natürlich mit eigenem Wagen. 

Einfach Klasse ...oder?

Bei dem Bild - De Barack un ich - hinten auf dem Kerbejahrgangswagen - konnte ich gar nicht aufhören zu lachen.  

Als die Sicherheitsgarde patrouillierte – „Nackemer Kerb" vor 150 Jahren

Die Kerb wurde gefeiert am Kirchweihtag der Pfarrkirche, das war am Sonntag nach St. Stephan-Auffindung, am 3, August. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts hat die Kreisverwaltung um Überschneidungen und Konkurrenzen zu vermeiden, die Kirchweihtermine neu festgelegt. Dabei wurde Nackenheim der 4. Sonntag im September zugeteilt.

 

Mitte des vorigen Jahrhunderts war die Kerb der herausragende Feiertag des ganzen  Jahres. Man Iebte schon Wochen vorher auf den Tag hin. Es wurde Hausputz gehalten, frisch gestrichen' ein neues Kleidungsstück gekauft und Tags zuvor eine Menge Brot und Kuchen gebacken.


 

Der mit Bändern geschmückte Kerwebaum wurde am Kerweplatz' dem

Dalles (Karl-Gunderloch-Platz) aufgestellt. Buden, Ständchen und sogar eine ,,Reitschul“  waren dort aufgebaut. Sie durften erst öffnen wenn der Hauptgottesdienst vorbei war. In den Familien feierte man mit Gästen, auswärts wohnenden Verwandten, die gerade an diesem Tag gerne ihren Heimatort besuchten.

 

Das Mittagessen, der Kerweschmaus  bestand, wenn man es sich leisten konnte, aus zwei Gängen:

1.     Rindfleisch mit Meerrettich und

2.     Bratwurst mit Kraut.

denn jeder wusste, an der Kerb soll die Predigt kurz und die Bratwurst lang sein. Als dritte Wahl kam besonders in Gasthäusern der gefüllte Kerwegockel hinzu, der sich immer mehr durchsetzte.  Erst später wurde es üblich, am zweiten Kerbetag Leberklös zu essen. Zuvor kannte man nur Gekochtes (gesalzenes Schweinefleisch).

 

Die Kinder sammelten bei Verwandten und vor allem Paten ihr Kerwegeld, ein paar Groschen, ein. Der Kerwemontag war für sie schulfrei.

 

Abends ging es zum Tanz in recht kleine Räume, da es keinen Tanzsaal gab. Die alten Schildherbergen „Krone" (in der Langgasse) und ,,Rose“ ( in der Carl-Zuckmayer-Straße) hatten schon einige Jahre geschlossen. Es bestanden noch ,,Zum Lörwen" in der Zollgasse Wormser Straße), ,,Zum Anker" und ,,Zum Schiff' (beide in der Rheinstraße). Daneben gab es kleine Weinlokale (Wein- oder Bierstuben) wie „Zum Lamm“, „Zum Rheinfels“, "'Zur Stadt Mainz", ,,Zum Schützenhof" und ,,Zum Butterfaß". Ja zur Jahrhundertwende gab es in Nackenheim 27 Weinlokale, ohne die Kranzwirtschaften.

 

Die Tanzmusik bestand meist aus einem Geiger oder höchstens einem Trio. Die Musikanten erhoben ihre Einnahmen, indem sie beim Tanzen „zoppelten“, was bedeutet, sie haben abkassiert und dafür den Tänzern ein Bändchen ins Knopfloch gesteckt.

 

Die Kerweburschen zogen durch die Gassen mit dem Antwortschrei

,,Wem gehört die Kerb?" - ,,Unser!"'. Das war gegen die auswärtigen Burschen, die ofl in Grüppchen zum Kerbetanz erschienen. Sie kamen aus den Nachbargemeinden mit der 1853 neu eröffneten Ludwigsbahn oder von überm Rhein aus Trebur und  Astheim. Damals bestand eine stattlich konzessionierte Rheinüberfahrt, die sehr genutzt wurde.

 

Es ist natürlich, dass es auf den Tanzböden oder auf den Gassen manchmal zu Krawallen kam. Die großherzogliche hessische Landesregierung hatte versucht, solche Ausschreitungen zu unterbinden. Sie ordnete die Einführung einer Bürgerwehr, der Sicherheitsgarde, an. 12 ausgewählte, unbescholtene Männer, die ihren Militärdienst abgeleistet hatten, sollten abwechselnd Streife gehen und für Ruhe und Ordnung sorgen.

 

Jeder Sicherheitsgardist sollte ein Gewehr und an einem Schultergürtel einen Säbel tragen. Die Gemeinde Nackenheim „weil sie so arm sei", schaffte aber nur 6 Ausrüstungen an; die Männer "konnten mit je einem Stück entweder Gewehr oder Säbel zufrieden sein“.

 

Meist verlief die Kerb auch angesichts der Sicherheitsgarde friedlich, auch wenn manchmal hie und da ein Kerwegast im „Rathaus-Kittje“ die Nacht verbringen musste. Aus der Reihe tanzte auch jener Niersteiner Schiffer, der nach seinem Rausschmiss aus dem Tanzlokal sich an der freistehenden Statue des heiligen Johann von Nepomuk rächte und den lockersitzenden Kopf herunterschlug.

 

(Autor: Werner Lang)

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